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15.11.2017 - Region Rostock kann nur gemeinsam wachsen - Geldforderungen behindern den Aufschwung

Der Landkreis Rostock bedauert das Scheitern des Mediationstermins zwischen der Hansestadt Rostock und den Umlandgemeinden heute. Dr. Wolfgang Kraatz, Dezernent für Wirtschaft und Bau des Landkreises Rostock, betont: "Wir können die Region Rostock nur gemeinsam entwickeln. Wer auf einseitigen Forderungen beharrt, behindert den Aufschwung. Langwierige Gerichtsverfahren können nicht die Lösung sein." Der Dezernent appelliert an alle Beteiligten, miteinander im Gespräch zu bleiben und bittet die Hansestadt Rostock dabei um eine Versachlichung der Debatte. 

Die Region Rostock entwickelt sich viel dynamischer als noch vor wenigen Jahren vorstellbar. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt zu, die Einwohnerzahl wächst – im Landkreis ebenso wie in der Hansestadt Rostock. Dieser sehr positive Trend sollte sich nach Auffassung des Landkreises Rostock auch in gemeinsamen Entwicklungsvorschlägen für die Gesamtregion widerspiegeln.

"Die alten Planungen zum Wohnungsbau sind überholt, wir brauchen angepasste Lösungen", sagt Dr. Wolfgang Kraatz. „Einseitige Geldforderungen und Gerichtsverfahren hemmen den Aufschwung in der Region Rostock. Der Arbeitskräfte- und Wohnraumbedarf in Rostock und seinem Umland wächst weiter.“

Der Landkreis Rostock hat daher einen konkreten Vorschlag zur Wohnraumentwicklung gemacht, der die Interessen der Umlandgemeinden, des Landkreises und der Hansestadt ausgleichen kann. "Damit wollen wir dem drängenden Wohnraumproblem begegnen und den Aufschwung in der Gesamtregion unterstützen", unterstreicht Dr. Wolfgang Kraatz. Demnach sollten bis 2025 7.000 Wohnungen in Rostock entstehen, 1.000 im Umland der Stadt und 2.000 weitere in den zentralen Orten des Landkreises.

"Das Eltern, die nach Rostock zur Arbeit pendeln, ihre Kinder auch in der Hansestadt betreuen lassen, ist ein Beleg dafür, dass die Region Rostock nur gemeinsam wachsen kann. Die Hansestadt Rostock kann ihren Arbeitskräftebedarf nämlich nicht aus sich selbst heraus decken", verdeutlicht Dr. Wolfgang Kraatz. Die Hansestadt ist auf Einpendler aus dem Umland angewiesen. Das geht aus aktuellen Daten zur Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft der Region Rostock hervor, die vom Forschungsinstitut WIMES erarbeitet wurden. Die Wohnraumentwicklung in der Hansestadt hält außerdem nicht mit dem Bedarf Schritt. Es gibt eine deutliche Ausweichbewegung in das Umland. Finanziell beteiligen sich Kommunen und Kreis bereits an Kitabetreuung und Schulbesuch. "Kitaplätze in Rostock, die von Familien aus dem Rostocker Umland genutzt werden, werden auch von diesen bezahlt, hinzu kommen die Anteile der Heimatgemeinden und des Landes. Für Schüler zahlen der Landkreis und die Heimatgemeinden den sogenannten Schullastenausgleich", erklärt Dezernent Kraatz. Im Dezember entscheidet der Kreistag über die Kitabedarfsplanung. Damit können im Rostocker Umland mehr Betreuungsplätze entstehen. Die Schulentwicklungsplanung hat der Landkreis bereits abgeschlossen und dem Bildungsministerium zur Genehmigung vorgelegt.

In Kultureinrichtungen entrichten Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Eintritt wie alle anderen Menschen. Sportangebote, Sporthallen und Vereinsmitgliedschaften stehen ihnen ebenso wenig kostenlos zur Verfügung. "Wir sollten uns freuen, dass sich unsere Region so gut entwickelt und weiter daran arbeiten, den Aufschwung zu unterstützen. Das Beharren auf alten Positionen und der Gang vor Gericht hemmen uns alle", macht Dr. Kraatz deutlich. "Eine unkontrollierte Bebauung im Rostocker Umland ist zudem planungsrechtlich nicht möglich. Der Planungsverband, dem auch die Hansestadt Rostock angehört, und das Amt für Raumordnung Mittleres Mecklenburg haben entsprechende Regelungen gefasst. Mit dem Vorschlag der Kreisverwaltung zur Wohnraumentwicklung ist dementsprechend auch flächenschonender Geschosswohnungsbau vorgesehen.“

Die Verkehrsentwicklung möchte der Landkreis mit Hilfe des Verkehrsverbundes umweltgerecht und zeitgemäß entwickeln. „Ein Fahrschein für eine Region und gute Verbindungen in die Zentren machen Bus, Bahn und Straßenbahn attraktiv und dort, wo Straßenbau notwendig ist, begleitet der Kreis die Planungen wohlwollend“, ergänzt Wirtschaftsdezernent Dr. Kraatz.

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