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22.11.2018 - Einladung: Übergabe der neuen Stülower Brücke

Baudezernent Romuald Bittl gibt am Montag, 26. November, um 11:00 Uhr, die neue Brücke im Zuge der Kreisstraße DBR 6 frei. Die Brücke überspannt die Bahnstrecke Rostock – Wismar bei Stülow nahe Bad Doberan. Sie ersetzt die verschlissene Vorgängerbrücke aus dem Jahr 1925. Abriss und Neubau wurden in gut 13 Monaten bewältigt, dafür flossen 2,411 Millionen Euro von Landkreis, Land und Deutscher Bahn. 

Die neue Brücke über die Bahnstrecke Rostock –Wismar bei Bad Doberan wird am Montag, 26. November, für den Verkehr freigegeben. Die neue Brücke im Verlauf der Kreisstraße DBR6 ersetzt die alte Brücke aus dem Jahr 1925, die wegen Verschleiß ersetzt werden musste.

Die Baumaßnahme umfasste den Abriss der alten und die Errichtung der neuen Brücke. Diese hat eine Stützweite von 30,5 m, sie ist zwischen den Geländern 10 Meter breit (östlicher Geh- und Radweg 3,00 m, Fahrbahn zwischen den Borden 6,50 m, westlicher Notgehweg 0,50 m). Die Böschungsflächen unterhalb des Bauwerkes und die oberen Austrittsflächen der Böschungstreppen sind mit Betonsteinpflaster befestigt. Entlang der westlichen Flügel sind in der Pflasterfläche um ca. 4 cm hervorstehende Trittsteine angeordnet. Diese sollen den Zutritt für Bauwerkskontrollen erleichtern und somit Instandhaltungskosten minimieren. Gleiches gilt Ein- und Austrittsöffnungen für Dichtigkeitsprüfungen an den Brückenträgern. Die sichtbaren Flächen der Widerlager, Kämpfer und Gesimse sind mit einer Anti-Graffiti-Beschichtung versehen.

Mit dem Ersatzneubau der Brücke ist der Neubau der Kreisstraße auf einem 200 Meter langen Streckenabschnitt erfolgt. Die neue Fahrbahnbreite beträgt 6,00 m zuzüglich der Kurvenverbreiterungen. Abschnittsweise erhielt die Fahrbahn einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg, der asphaltiert wurde. Zur Entwässerung sind Mulden am Böschungsfuß angeordnet. Abschnittsweise ist die Fahrbahn in Borde eingefasst und wird über Abläufe und einen Entwässerungskanal entwässert. Darüber hinaus wurde in diesem Bereich eine Böschungsbefestigung notwendig.

Infolge der Baumaßnahme kam es zu Eingriffen in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild, insbesondere durch Versiegelungen, die Rodung von Gehölzflächen im Straßenumfeld sowie die Fällung von Alleebäumen. Als Ausgleichsmaßnahmen wurden die Bereiche der baubedingten Rodungen mit Gehölzen und Sträuchern wiederbepflanzt sowie 55 neue Alleebäume entlang der Kreisstraße K DBR 22 zwischen den Ortslagen Teschow und Kossow gepflanzt. Anfang 2017 wurde entlang der Baufeldgrenze, entlang der K DBR 6 und entlang der Gleise, ein Reptilienschutzzaun errichtet und mit Ende der Baumaßnahme wieder entfernt.

Die umfangreiche Baumaßnahme war notwendig, weil die Hauptprüfung nach DIN 1076 im Jahr 2011 eine Vielzahl von Schäden ergeben hat. Die Brücke wurde 1925 als Balkenbrücke erbaut. Das Bauwerk befand sich in einem kritischen Zustand mit Hohlstellen im Beton, Durchfeuchtungen, Längs- und Querrissen, Betonabplatzungen, bis zu 10 cm tiefen Betonausbrüchen im Widerlager sowie Roststellen an den Randträgern. Die Abdichtung im Gesims war beschädigt. Das Geländer auf dem Bauwerk entsprach  nicht mehr den technischen Anforderungen. Mit der provisorischen Befestigung eines Maschendrahtes zur Sicherung der Fußgänger war die Absturzsicherheit nicht mehr gegeben. Die Standsicherheit, die Verkehrssicherheit und die Dauerhaftigkeit des Bauwerks waren beeinträchtigt.

Im Rahmen des Rückbaus wurden im Bauwerksbereich auch Arbeiten im Bereich der Gleise notwendig. Hierzu wurden die erforderlichen Abstimmungen mit der Deutschen Bahn AG geführt, so dass die Leistungen an den Anlagen des Gleisoberbaus, der Telekommunikation, der Leit- und Sicherungstechnik umgesetzt werden konnten. Zeitweise kam es zur Sperrungen im Zugverkehr. Der Neubau erlaubt die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit an dieser Stelle.

Die Kosten für den Ersatzneubau der Brücke betragen 2,411 Millionen Euro. 48 Prozent davon trägt die Deutsche Bahn im Rahmen einer sogenannten Kreuzungsvereinbarung. Für die restlichen Kosten hat der Landkreis Rostock eine Förderung des Landes in Höhe von 50% nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaues in M-V erhalten.

 

Folgende Firmen und Büros waren an der Umsetzung der Baumaßnahme beteiligt:

Planung:                 INROS LACKNER SE Rostock

Bauüberwachung:   INROS LACKNER SE Rostock

Bauüberwachung Bahn: PLASS + ENGEL Rostock

Sicherheitskoordinator: PBM Planungsbüro Möckel Rostock

Brückenbauleistung:         MATTHÄI  Bauunternehmen GmbH & Co.KG Leezen

 

Was: Übergabe der neuen Stülower Brücke

Wann: Montag, 26. November, 11:00 Uhr

Wo: Brücke, Kreisstraße DBR 6, zwischen Bad Doberan und Stülow

  Kontakt Pressestelle

Büro des Landrates

Am Wall 3 - 5
18273 Güstrow

Michael Fengler
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