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12.08.2020 - Gesundheitsamt ermittelt wegen Fehlerverdacht

Gesundheitsamt ermittelt wegen Fehlerverdacht bei Covid-Test an Schulkind

Das Gesundheitsamt des Landkreises Rostock geht dem begründeten Verdacht eines fehlerhaften Covid19-Tests bei einem Schulkind in Graal-Müritz nach. Die Ermittlungen dazu sind nicht abgeschlossen.

Erst wenn feststeht, dass ein fehlerhafter Test vorliegt und die zweite Abstrichreihe der Kontaktpersonen des Schulkindes durchweg negativ ist, kann über die Aufhebung der verfügten Infektionsschutzmaßnahmen entschieden werden. Das dient der Sicherheit aller Betroffenen.

 

Nachfolgend veröffentlichen wir eine Chronologie der Ereignisse.

Donnerstag, 6. August – Abstrich des Schulkindes wegen Erkältungssymptomen in einer Graal-Müritzer Arztpraxis

Donnerstagabend – Das positive Testergebnis wird dem Gesundheitsamt bekannt. Die Ermittlungen zum Fall beginnen sofort, das Staatliche Schulamt Rostock und das Gesundheitsamt beginnen unmittelbar damit, die Quarantäne für die Schulklasse des Kindes zu veranlassen.

Freitag, 7. August – Am Morgen wird klar, dass der positiv getestete Schüler auf dem Pausenhof mit allen anderen Schüler*innen in Kontakt gekommen sein kann. Der Landkreis Rostock trifft nach einer Beratung mit dem Gesundheitsamt und dem Staatlichen Schulamt zunächst die Entscheidung, dem RKI-Schema und den Hygieneplänen des Bildungsministeriums M-V folgend, die Kontaktpersonen in Quarantäne zu schicken. Alle Kontaktpersonen des Schulkindes sind demnach in Quarantäne und zum Abstrich zu schicken.

Der Landkreis Rostock informiert die Öffentlichkeit.

Am Mittag fällt die Entscheidung, auch die Mitarbeiter*innen des Hortes in die Überwachung und Testung einzubeziehen. Der Kontakt war gering, nicht alle Erzieherinnen müssen daher in Quarantäne.

Der Landkreis Rostock erlässt die Allgemeinverfügung und informiert die Öffentlichkeit.

Parallel hat bereits die Testung von Schulkindern und Schulpersonal begonnen. Der Infektionsweg zum Schulkind ist unklar.

Sonnabend, 8. August – Das Gesundheitsamt wird darüber informiert, dass in Graal-Müritz ein zweiter Covid19-Fall festgestellt wurde. Der Infektionsweg ist dem Gesundheitsamt bei dieser Person bekannt. Dieser steht nach dem damaligen Ermittlungsstand jedoch in keinem Zusammenhang mit dem ersten Fall des Schulkindes.

Das Gesundheitsamt wird darauf hingewiesen, dass es beim Test des Kindes möglicherweise Fehler gegeben haben könnte. Das Gesundheitsamt erfährt, dass Fall 2 am gleichen Tag wie das Schulkind in derselben Arztpraxis abgestrichen worden sei.

Daraufhin wird das Schulkind erneut abgestrichen.

Das Gesundheitsamt weitet seine Ermittlungen zum Testverfahren aus und überprüft die vorliegenden Ermittlungsergebnisse.

Der Landkreis Rostock informiert die Öffentlichkeit über die ersten negativen Abstrichergebnisse aus der Testreihe der Kontaktpersonen zum Schulkind.

Sonntag, 9. August – Der Verdacht, dass ein fehlerhafter Test vorliegen könnte, erhärtet sich im Zuge der Ermittlungen. Fall 1 und Fall 2 wurden demnach am gleichen Tag in derselben Praxis abgestrichen.

Das Gesundheitsamt zieht die Rechtsmedizin der Universität Rostock zu Rate, um weiter ermitteln zu können.

Der Covid19-Test des Schulkindes vom Sonnabend ist negativ.

Am Sonntag wird ein erneuter Covid19-Test durch Dritte in Rostock durchgeführt.

Der Landkreis Rostock informiert die Öffentlichkeit darüber, dass die Abstrichergebnisse aus der Testreihe weiterhin negativ sind. Des Weiteren informiert der Landkreis, dass das Gesundheitsamt die Ermittlungen ausgeweitet hat.

Montag, 10. August – Die Rechtsmedizin der Universität Rostock übernimmt Probenmaterial aus Fall 1 und beginnt mit ihren Untersuchungen. Das Schulkind wird in der Rechtsmedizin nochmals abgestrichen, um die forensische Untersuchung des Probenmaterials zu ermöglichen.

Alle bis dahin durchgeführten Covid-Tests der ermittelten Kontaktpersonen zum Schulkind sind negativ.

Dienstag, 11. August – Die Rechtsmediziner stellen fest, dass die Original-Probe des Schulkindes verunreinigt ist. Sie kann daher nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Die rechtsmedizinische Untersuchung wird ausgeweitet. Das Gesundheitsamt und die Rechtsmedizin müssen die Person aus Fall 2 daher einem Test unterziehen.

Das Gesundheitsamt bereitet die nach RKI-Schema notwendige zweite Testreihe vor, da nachwievor nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen ist, dass der ursprüngliche Befund des Schulkindes vom 6. August positiv war.

Mittwoch, 12. August –  Die Person aus Fall 2 wird im Zuge der Ermittlungen zum Fehlerverdacht von der Rechtsmedizin getestet. Das Ergebnis wird am Donnerstag, 13. August, erwartet.

Das Gesundheitsamt plant parallel die nach RKI-Schema notwendige zweite Covid-Testreihe für die Kontaktpersonen des Schulkindes.

Wenn die zweite Testreihe durchweg negativ ist, könnte die Schule am 17. August wieder geöffnet werden. Es muss dann auch sicher feststehen, dass der erste Test des Kindes tatsächlich fehlerhaft war.

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