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  GLOSSAR des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

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LEXIKON

 blauer Pfeil Kurzinformationen rund um die vielfältigen Themen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat 

                                       
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ALEX

 blauer Pfeil Lexikon rund um Arbeitsmarkt & Integration 

                                                   
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GLOSSAR der Neuen deutschen Medienmacher

  blauer Pfeil Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland 

 

Wortbedeutungen Integration und Unterbringung von Flüchtlingen

Anerkennung als Flüchtling 

Asylberechtigt

Aufenthaltserlaubnis

Dublin-Verfahren

EASY - Verteilung

Einbürgerung

Fluchtursachen

Freizügigkeit

Genfer Flüchtlingskonvention

Integrationskurs

Integrationskurs mit Alphabetisierung (Alphabetisierungskurs)

Königsteiner Schlüssel

Niederlassungserlaubnis

Orientierungskurs

Subsidiärer Schutz

 

Anerkennung als Flüchtling 

Ein Flüchtling ist nach der Genfer Flüchtlingskonvention und nach § 3 des Asylverfahrensgesetz, wer sich aus begründeter Furcht vor spezifischer Verfolgung wegen seiner

  • Rasse, Religion, Nationalität
  • Politischen Überzeugung
  • Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe

außerhalb des Herkunftslandes, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt […] befindet und den Schutz seines Heimatlandes nicht in Anspruch nehmen kann oder aufgrund von Furcht nicht in Anspruch nehmen will. Sind diese Voraussetzungen gegeben, wird eine Aufenthaltserlaubnis für gegenwärtig 3 Jahre erteilt.

 

Asylberechtigt

Asylberechtigt nach dem Grundgesetz (Art. 16 a) ist, wer sich wegen seiner

  • politischen Überzeugung
  • religiösen Grundentscheidung
  • unveränderbaren Merkmale, die sein Anderssein prägen (z.B. Nationalität)
  • im Falle der Rückkehr

einem schwerwiegenden Eingriff in Leib, Leben oder Freiheit ausgesetzt sein wird. Asylberechtigt anerkannte haben dabei die gleichen Rechte wie anerkannte Flüchtlinge.

 

Aufenthaltserlaubnis

Ausländer benötigen für einen Aufenthalt in Deutschland generell eine Erlaubnis. Diese kann bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden und ist befristet. Eine Verlängerung oder Umwandlung in eine unbefristete Niederlassungserlaubnis ist nach den gesetzlichen Bestimmungen möglich.

 

Dublin-Verfahren

Innerhalb des Dublin-Verfahrens wird die Zuständigkeit geprüft, welcher Staat für einen Asylantrag zuständig ist. Dies soll gewährleisten, dass jeder Asylantrag, der in der Europäischen Union oder in Norwegen, Island, der Schweiz und in Liechtenstein gestellt wird, inhaltlich nur durch EINEN Staat geprüft wird.

 

EASY - Verteilung

Die EASY-Verteilung („Erstverteilung der Asylbegehrenden“) ist ein Programm, das die Flüchtlinge nach dem Königsteiner Schlüssel auf die verschiedenen Bundesländer verteilt.

Für 2019 fallen die Verteilungsquoten wie folgt aus: 

 

Bundesland

Quote

Baden-Württemberg

13,01 %

Bayern

15,56 %

Berlin

5,14 %

Brandenburg

3,02 %

Bremen

0,96 %

Hamburg

2,56 %

Hessen

7,44 %

Mecklenburg-Vorpommern

1,98 %

Niedersachsen

9,40 %

Nordrhein-Westfalen

21,09%

Rheinland-Pfalz

4,82 %

Saarland

1,20 %

Sachsen

4,99 %

Sachsen-Anhalt

2,75 %

Schleswig-Holstein

3,41 %

Thüringen

2,65 %

 

Wer Asyl beantragt, wird zunächst in einer Erstaufnahmeeinrichtung der Länder untergebracht. In Mecklenburg-Vorpommern ist es Nostorf-Horst und Stern Buchholz. Von hier aus erfolgt die Verteilung auf die verschiedenen Landkreise nach der Zuwanderungszuständigkeitslandesverordnung.

 

Landkreis

Aufnahmequote 2019

Landeshauptstadt Schwerin

5,46 %

Hanse- und Universitätsstadt Rostock

13,19 %

Landkreis Rostock

13,58 %

Landkreis Ludwigslust-Parchim

12,10 %

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

16,49 %

Landkreis Nordwestmecklenburg

9,93 %

Landkreis Vorpommern-Greifswald

15,00 %

Landkreis Vorpommern-Rügen

14,25 %

  

Einbürgerung

Wer in Deutschland dauerhaft lebt und noch kein deutscher Staatsbürger ist, kann sich einbürgern lassen. Einbürgerungsbewerber können ab 16 Jahren selbstständig bei der zuständigen Einbürgerungsbehörde einen Antrag stellen. Für jüngere Einbürgerungsbewerber erfolgt dies über die gesetzlichen Vertreter.

Der Anspruch auf eine Einbürgerung besteht, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Besitz eines unbefristeten Aufenthaltsrechts oder einer Aufenthaltserlaubnis
  • seit 8 Jahren gewöhnlicher rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • selbständige Bestreitung des Lebensunterhalts
  • Besitz ausreichender Deutschkenntnisse
  • Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Keine Verurteilung aufgrund einer Straftat
  • Kenntnis über die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
  • Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft

 

Fluchtursachen

Die Ursachen für eine Flucht sind vielseitig und nicht nur allein politisch oder wirtschaftlich begründet. Fast alle Flüchtlinge fliehen aus mehreren Gründen:

  • Krieg / Bürgerkrieg (z.B. Syrien, Somalia, Irak)
  • Politische Verfolgung (z.B. Syrien, Eritrea, Iran)
  • Verfolgung der Religion (z.B. Yeziden im Irak, Christen im Iran)
  • Hunger, Armut (z.B. Somalia, Mauretanien)
  • Umweltkatastrophen (z.B. Tsunami im Indischen Ozean, Verwüstung im Sahel)
  • Gewalt und Diskriminierung (z.B. Türkei, Palästina, Mauretanien)

 

Freizügigkeit

Freizügigkeit beschreibt das Recht, den Aufenthalt und den Wohnsitz frei zu bestimmen und jederzeit zu ändern.

 

Genfer Flüchtlingskonvention

Die Genfer Flüchtlingskonvention bestimmt, wer ein Flüchtling ist und legt fest, welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe und welche sozialen Rechte die- bzw. derjenige von den Unterzeichnerstaaten erhalten sollte. Des Weiteren erläutert sie auch die Pflichten, die der Flüchtling dem Gastland gegenüber erfüllen muss und verhindert, dass z.B. Kriegsverbrecher einen Flüchtlingsstatus erhalten. Die Genfer Flüchtlingskonvention bezog sich zunächst auf den Schutz europäischer Flüchtlinge direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Erweiterung des Einflussbereiches erfolgte 1967, als das Problem der Vertreibung globale Ausmaße annahm.

Integrationskurs

Im Integrationskurs lernen Flüchtlinge nicht nur die deutsche Sprache sondern auch einige Informationen über die deutsche Geschichte, Kultur sowie Rechtsordnung.

 

Integrationskurs mit Alphabetisierung (Alphabetisierungskurs)

Dieser Integrationskurs ist für alle, die Deutsch lernen möchten aber noch nicht oder nicht genügend   lesen und schreiben können.

 

Königsteiner Schlüssel

Der „Königssteiner Schlüssel“ bestimmt, wie viele Asylsuchende ein Bundesland aufnehmen muss. Dieses wird durch die Höhe der Steuereinnahmen ermittelt (2/3 Anteil an der Bewertung) und der Bevölkerungszahl (1/3 Anteil an der Bewertung). Hier erfolgt jährlich eine neue Berechnung. (weitere Informationen: siehe EASY-Verteilung)

 

Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis ist eine unbefristete Berechtigung zur Erwerbstätigkeit in Deutschland. Eine Niederlassungserlaubnis wird in der Regel vergeben, wenn derjenige zum einen seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und zum anderen seinen Lebensunterhalt und den seiner Familiengehörigen selbstständig sichern kann, genügende Deutschkenntnisse besitzt und keine Vorstrafen hat. Für hochqualifizierte Zuwanderer kann eine Niederlassungserlaubnis auch ohne zeitliche Voraussetzungen zugeteilt werden.

 

Orientierungskurs

Als Orientierungskurs wird der siebte und letzte Kursabschnitt des Integrationskurses bezeichnet und dauert 60 Stunden. Hier werden die Inhalte zu den Themen Deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur aber auch Werte, die in Deutschland von wichtiger Bedeutung sind, wie beispielsweise Religionsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung vermittelt.

 

Subsidiärer Schutz

Droht einem Ausländer ein ernstzunehmender Schaden, wenn er in sein Herkunftsland zurück müsste, z.B. Folter, erniedrigende Behandlung, die Todesstrafe oder auch eine ernsthafte individuelle Bedrohung aufgrund unberechtigter Gewalt im Rahmen einer internationaler oder innerstaatlicher Auseinandersetzung, greift der subsidiäre Schutz. Der subsidiäre Schutz wird vom Bundesamt automatisch geprüft, wenn die Voraussetzung des Flüchtlingsschutzes gem. § 3 AsylVfG nicht vorliegen. Wird subsidiärer Schutz veranlasst, gilt eine Aufenthaltserlaubnis zunächst für ein Jahr.

  Kontakt

Sozialamt

August-Bebel-Str. 3
18209 Bad Doberan
+49 3843 755-50999
+49 3843 75550806

Maja Baaske
Sachgebietsleiterin
Maja.Baaske@lkros.de
Haus I - Zimmer 1.84


Roman Stieler
Koordinator Integration, Behinderten- und Seniorenarbeit
Roman.Stieler@lkros.de
Haus I - Zimmer 1.51


Maria Jonas
SB Ausschüsse/ Öffentlichkeitsarbeit
Maria.Jonas@lkros.de
Haus I - Zimmer 1.51

  Info-Broschüren

Titelfoto Ein Kitaplatz

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  Willkommen in M-V

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  Videoblog zur Verständigung

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