5. Donnerstagsdebatte : „Klima und Natur schützen – selbstverständlich oder Belastung für den Bürger ?“
Die parteiunabhängige Podiumsdiskussionsreihe für die Güstrower BürgerInnen wird im neuen Jahr fortgesetzt. Als externer Gast hält Eva Mahnke vom Verein fint e.V. aus Rostock den Impulsvertrag. Sie koordiniert aktuell das zweijährige Landesprogramm "MV tut was. Klimaschutz vor Ort.", zudem engagiert sie sich in der Initiative Zukunftshandeln MV. Weitere Diskussionsgäste auf dem Podium sind : Michael Fengler (Amt für Raumordnung und Landesplanung Region Rostock), VertreterInnen des NABU - Naturschutzbund Deutschland (Ortsgruppe Güstrow), der Stadtwerke Güstrow und engagierte Jugendliche.
Die Lebensqualität in Güstrow wird wesentlich durch die Natur im Stadtbild und der Umgebung mitbestimmt. Anstrengungen des Umwelt- und Naturschutzes und technischer Klimaschutz haben in den letzten 35 Jahren zu großen Erfolgen geführt: Drei im Jahr 1990 geschaffene Nationalparks mit 114000 ha Fläche prägen das Bild Mecklenburg-Vorpommerns, die Wasserqualität der Flüsse und Seen konnte deutlich verbessert, Autoabgase reduziert werden etc.
Andererseits bedroht zunehmend der menschengemachte Klimawandel unser Leben, spürbar durch langanhaltende Trockenheiten mit Auswirkungen auf Seenspiegel und Grundwasser, die Häufung von Extremwetterlagen und den Verlust vom schneegeprägten Winterbild. Technische Maßnahmen des Klimaschutzes sind unpopulär und werden wegen der Veränderungen der Landschaft und Kosten zunehmend politisch bekämpft. Energiesparen gilt zwar als vernünftig, wird aber durch immer neue Energieanforderungen der Wirtschaft (Internet, KI) und dem persönlichen Wunsch eines hohen Lebensstandards konterkariert.
Wie können wir mit den Herausforderungen lokal umgehen ? Wie können notwendige Klimaschutzmaßnahmen sozial gerecht finanziert werden ? Wie können Konflikte zwischen technischem Klimaschutz und Naturschutz am besten gelöst werden ? Welche Konsequenzen für die Natur hat es, wenn wir nicht ausreichend in den Klimaschutz investieren ? Wo kann jeder einzelne mitanpacken ? Wie können mehr Jugendliche für die ehrenamtliche Naturschutzarbeit gewonnen werden ?
Im zweiten Teil ist wie immer das Publikum gefragt, Fragen zu stellen und eigene Meinungen in die Diskussion einzubringen !
Dr. Henning Eschenburg und Mario von Weber für die Initiative "miteinander demokratisch leben in Güstrow"
Glasewitzer Chaussee 18
